Account-based Ticketing (ABT): Was steckt eigentlich dahinter?
Account-based Ticketing gewinnt im ÖPNV zunehmend an Bedeutung. Doch hinter Begriffen wie Open Loop, Tokenisierung, Fare Capping, MTT oder Transitkonto steckt eine ganze Welt technischer Zusammenhänge.
Die Grundidee von ABT lässt sich dabei einfach zusammenfassen:
👉 Die Fahrberechtigung liegt nicht mehr auf dem Ticket oder Trägermedium, sondern wird zentral im Hintergrundsystem verwaltet. Das Trägermedium – etwa eine kontaktlose Bankkarte, ein Smartphone oder eine Chipkarte – dient vor allem zur Identifikation.
Damit entstehen neue Möglichkeiten:
- Open Loop: Bank- und Kreditkarten oder Mobile Wallets können direkt als Identifikationsmedium genutzt werden.
- Closed Loop: Verkehrsunternehmen stellen eigene Karten oder Apps als Trägermedium bereit.
- Best Pricing & Fare Capping: Das System kann auf Basis der tatsächlichen Nutzung automatisch den günstigsten Fahrpreis ermitteln bzw. einen definierten Preisdeckel berücksichtigen.
- Tokenisierung: Sensible Kartendaten wie die PAN werden durch Tokens ersetzt. Das erhöht die Sicherheit und reduziert den Umgang mit schützenswerten Zahlungsdaten. Gleichzeitig schafft Tokenisierung die Grundlage für Funktionen wie Fahrtenaggregierung und Deferred Authorization.
- MTT – Mass Transit Transaction: Anders als beim klassischen Einzelhandel steht der endgültige Fahrpreis beim Check-in häufig noch nicht fest. Fahrten können aggregiert und später abgerechnet werden – eine wichtige Grundlage für moderne Open-Payment-Systeme im ÖPNV.
Und genau hier zeigt sich: ABT ist weit mehr als „Tap & Ride“. Dahinter stehen Ticketing, Tarifierung, Payment, Sicherheit, Hardware und ein leistungsfähiges Hintergrundsystem, die zusammenspielen müssen.
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Bildquelle: BLIC, KI-generiert