ZAM - Zentrales Anschluss-Management Phase 2
Projektbeschreibung:
Besonders für ÖPNV-Kunden in ländlichen Regionen ist die unternehmensübergreifende Anschlusssicherung ein entscheidendes Qualitätskriterium. Hauptsächlich beim Umsteigen von zentralen Achsen des SPNVs auf die Verteilerfahrten der Busunternehmen, aber auch beim Umsteigen zwischen zwei benachbarten Busunternehmen wünschen sich die Fahrgäste einen verlässlichen Standard.
Mit Verkehrsunternehmen aus dem südöstlichen Brandenburg wurde in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg im Rahmen der ersten Phase des Projektes ein „Zentrales Anschluss-Management“ (ZAM) implementiert, das die Verkehrsunternehmen bei der unternehmensübergreifenden Anschlussplanung unterstützt und ein Tool für die laufende Pflege der unternehmensübergreifenden Anschlussbeziehungen bereitstellt.
In der Phase 2 werden zur Verbesserung der unternehmensübergreifenden Planung der Anschlusssicherung noch fehlende technische Module entwickelt, getestet und pilothaft eingeführt. Es werden Optimierungen im Bereich der Integration der Soll-Fahrplandaten implementiert. Zur Übergabe der Anschlussdefinitionen aus dem ZAM-Tool zu anderen Systemen wird eine Schnittstellendefinition entworfen, die kompatibel zu den Diensten der VDV-453/454 sein soll. Dieser Entwurf wird innerhalb des Standardgremiums vorgestellt, diskutiert und in einen Draft überführt. Damit nach erfolgter Anschlussdefinition auch geprüft werden kann, ob ein Abonnement zur Anschlusssicherung durch die beteiligten ITCS-Systeme erfolgt ist, soll eine Rückmeldung eingeführt werden. Die Vereinfachung der Abonnement-Verwaltung soll von der Definition einzelner Zeitfilter und/oder Fahrten zu einem zentralen Abonnement weiterentwickelt werden. Die Darstellung einer „ZAM-dispositiv-Funktion“ in Form einer Machbarkeitsstudie soll den Einsatz beschreiben, der von den Betrieben in Tagesrandlagen genutzt werden kann, wenn die Leitstellen nicht mehr besetzt sind. In einem Lastenheft werden die Anforderungen zusammengestellt, die eine unternehmensübergreifende Optimierung des Anschlusssicherungsmanagements bereits in der Fahrplanungsphase beschreibt.